Frisches Holz gehört nicht aufs Osterfeuer

28. März 2024 | Artenschutz, Klimaschutz, Naturschutz

Strauch- und Heckenschnitt im Garten ist gelebter Klima-, Umwelt- und Naturschutz

Angesichts des kommenden Osterwochenendes ruft der BUND Hamburg dazu auf, Grünabfälle, Strauch- und Heckenschnitt nicht zu den zahlreichen Osterfeuern in Hamburg und der Umgebung zu bringen oder selbst zu verbrennen, sondern wenn möglich im Garten zu belassen.

Aufgeschichtete Reisighaufen im Garten böten Lebensraum für Zaunkönig, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle sowie für kleine Säugetiere wie Igel, Spitzmäuse oder Kaninchen. Außerdem würde auf diese Weise das im Gehölzschnitt gebundene CO2 nicht freigesetzt, sondern in Form von Humus dauerhaft gespeichert. Insbesondere bei der Verbrennung von frischem Holz entstünden neben Treibhausgasen zahlreiche gesundheitsgefährdende Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ruß, giftige Kohlenwasserstoffe (PAKs) sowie Stickoxide und Kohlenmonoxid.

„Holz und Grünabfälle, die im Garten belassen werden, sind gelebter Klima-, Umwelt- und Naturschutz. In einer Zeit, die von Klimawandel und dem rasanten Schwund unserer Tier- und Pflanzenarten geprägt ist, kann jede und jeder einen Beitrag leisten, der niemanden einschränkt, der Natur aber enorm hilft“, empfiehlt Sabine Sommer, Vorsitzende des BUND Hamburg. Auch bereits aufgeschichtete Haufen müssten nicht verbrannt werden, sondern seien wahre Inseln der Artenvielfalt im Garten.

Der BUND will niemandem den Spaß am Osterfeuer verderben, schließlich sei dies ein alter Brauch, um traditionell das erwachende Frühjahr zu begrüßen. Dafür reichten jedoch kleinere Feuer aus gut abgetrockneten, unbehandelten Holzresten. Frischer Gehölzschnitt aus diesem Jahr gehöre nicht dazu, sondern sei besser im Garten aufgehoben oder – falls dies aus Platzgründen nicht möglich ist – bei den Grüngut-Annahmestellen der Hamburger Recyclinghöfe.

Für Rückfragen:
Lotta Repenning, BUND-Pressestelle, presse(at)bund-hamburg.de, Tel. 040 - 600 387 12

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