Gewerbeflächenkonzept bringt weitere Flächenversieglung und Naturzerstörung

08. Februar 2018 | Flaechenschutz

Die Metropolregion Hamburg hat ein gemeinsames Konzept für die Entwicklung von Gewerbeflächen vorgelegt. Natur- und Flächenschutz haben das Nachsehen

Der BUND Hamburg kritisiert das heute vorgestellte Konzept für Gewerbeflächen in der Metropolregion Hamburg. Dieses Konzept setzt lediglich auf die bessere Bedienung von Investoreninteressen und ignoriert weitgehend das Thema Flächenversieglung und Naturzerstörung. In der Metropolregion sollen perspektivisch rund 4.300 Hektar für die Gewerbeansiedlung genutzt werden. Das entspricht einer Fläche, die 25 Mal so groß ist wie die Außenalster.

„Wir brauchen in Hamburg und in der Metropolregion dringend eine andere Flächenschutzpolitik, die Flächenversiegelung muss deutlich gesenkt werden. Das neue Konzept bedient vorrangig die Interessen der Investoren, Biotopverbund und Artenschutz haben einmal mehr das Nachsehen“, kritisiert BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch.

Als warnendes Beispiel für eine falsche Flächenpolitik in der Metropolregion sieht der BUND Hamburg das geplante interkommunale Gewerbegebiet Wandsbek- Stormarn. Allein in Hamburg gehen 26 Hektar Landschaftsschutzgebiet verloren (Bebauungsplan Rahlstedt 131). Auf diesen Flächen finden sich laut Biotopkatster wertvolle Strauchknicks, Erlen- und Eschen-Sumpfwälder sowie Wiesen- und Weidentümpel. Außerdem beherbergt das Gebiet verschiedene streng geschützte Fledermausarten und die nach der Europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützten Tierarten Moorfrosch und Haselmaus. Die Flächen gehören darüber hinaus zum Hamburger Biotopverbund.

Für Rückfragen: Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. (040) 600 387 12
 

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